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Salim Alafenisch: Die "Feuerprobe", Autorenlesung.

Veröffentlicht am 21.10.2017

Hallo, heute möchte ich euch einen tollen Buchautor vorstellen, der am am Dienstag dieser Woche vor unseren FaMI - Klassen ein Lesung hielt.

 

 

Gleich zum Beginn der Lesung, stellte der lâcher gekleidete und gut gelaunte Salim Alafenisch dar, dass er nicht zwischen, sondern in zwei Kulturen lebt.

Salim Alafenisch wurde 1948 als Sohn eines Beduinenscheichs in der Negev-Wüste geboren. Als Kind hütete er die Kamele seines Vaters, spät lernte er lesen und schreiben. Nach dem Gymnasium in Nazareth und einem kurzen Aufenthalt in London studierte er Ethnologie, Soziologie und Psychologie an der Universität Heidelberg. Seit Langem beschäftigt er sich mit der orientalischen Erzählkunst, die er von seiner Mutter erlernt hat. Salim Alafenisch lebt heute in Heidelberg.

Eine Feuerprobe als gültige Rechtsprechung im 20. Jahrhundert? Für uns im Westen heutzutage unvorstellbar. Der Buchautor Salim Alafenisch beschreibt diese, als junger Mann selbst erfahrene Probe in seinem Buch „Die Feuerprobe“. Darin geht es um einen Mord, der dem Stamm seines Vaters – Beduinenscheich in der Negev-Wüste – angelastet wird. Weil sich die Mörder nicht festsetzen lassen, soll mehr als 20 Jahre danach diese Feuerprobe stattfinden, bei der ein Mann dreimal an einer glühenden Pfanne lecken muss. Bei Unversehrtheit der Zunge gilt die Probe als bestanden und die Unschuld bewiesen. Wenn sich aber Brandblasen bilden, müssen vier Männer des angeklagten Stammes sterben, Alafenisch wäre einer dieser vier gewesen.

Auf kritische Nachfrage, in der anschließenden Fragerunde, zur Rechtmäßigkeit der Feuerprobe, antwortete er: Es kommt bei der Auffassung von Recht allein auf ihre positive Setzung durch den Menschen und / oder auf ihre soziale Wirksamkeit an. Und zog Parallelen zum Sprichwort „Die Hand ins Feuer legen“.

„Salim Alafenisch ist ein Orientalischer Märchenerzähler der auch die moderne im Blick behält und mit Augenzwinkern den Zeigefinger erhebt, lesen!“               

Vielen Dank, unserer Klassenleiterin Frau Beck, die diesen hervorragenden Autor zur Lesung einlud.

 

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